"Die Kapelle"



Die Kapelle

- ein Gebäude - ein Name - eine Institution?

Ein Gebäude, welches im Laufe seines Bestehens unterschiedlichste Nutzungen erleben durfte.

Ursprünglich Stall; nach einem Umbau Kirche der katholischen Gemeinde Schwaig-Behringersdorf bis diese in das damalige Kino umzog. Ein Plan, aus der Kirche ein kommunales Bürgerhaus für Behringersdorf zu machen wurde nicht realisiert.

Das Gebäude wurde von der Gemeinde veräußert, kam 1968 in Privatbesitz eines ortsansässigen Handwerkbetriebes und wurde als Lager genutzt.

Schließlich – nach erneutem Besitzerwechsel – seit 1995 kulturschaffende Einrichtung mit Schwerpunkt Musikunterricht.


Das jüngste Kapitel des Gebäudes in der Laufer Straße 29 in Behringersdorf hat seinen Ursprung in der Initiative des ortsansässigen Musiklehrers Michael Salb. Seit 1982 unterrichtete er in der Lauferstraße 1 in angemieteten Räumen, die im Lauf der Zeit von weiteren MusiklehrerInnen genutzt wurden.

Dieses Team von staatlich geprüften PrivatmusiklehrerInnen wurde – vermittelt durch den DTKV (DeutscherTonkünstlerverband) – aufgrund seiner Organisation und der nachweislichen Unterrichtsqualität vom bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert.

Die Suche nach neuen Räumen endet im Erwerb der ehemaligen Kirche.

Im Juni 1994 begannen aufwändige Renovierungsarbeiten, deren Ende durch ein erstes Konzert im Juni 1995 markiert wurde.


Der Umzug in die Kapelle war ein deutlicher Einschnitt in der Entwicklung des Musikinstituts:

  • Es erfolgt die Namensgebung: "Die Kapelle, Studio für Musik und Bewegung"
  • Das Lehrangebot wird erweitert; der heutige Stand umfasst Akkordeon, Blockflöte, Konzertgitarre, E-Gitarre, Klavier, Percussion, Querflöte, Saxophon, Schlagzeug, Trommel, Xylophon und Musikalische Früherziehung.
  • Ca. 160 Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Region lernen hier, sich auf ihrem Musikinstrument auszudrücken.
  • Verschiedene kammermusikalische Aktivitäten werden gestartet, Aufführungen häufen sich und werden zusehends mehr von der örtlichen Presse wahrgenommen.
  • MusiklehrerInnen, MusikerInnen, Musikvereine und Musikveranstalter der Umgebung entdecken die Kapelle als Austragungsort für Ihre SchülerInnenvorspiele und Konzerte.
  • Die Orff-Schulwerkgesellschaft veranstaltet Kurse, StudentInnen der Hochschule für Musik nutzen den Konzertsaal für Auftritte, der Deutsche -Tonkünstlerverband organisiert Vorbereitungskonzerte für Jugend-musiziert.
  • Wochenendseminare von afrikanischem Trommeln bis zu Fortbildungsveranstaltungen für InstrumentallehrerInnen finden statt.


Neben diesen rein musikalisch ausgerichteten Aktivitäten tragen auch Verbindungen mit anderen kulturellen Ausdrucksformen zur Erweiterung des Angebots bei. Im Laufe der Zeit hat sich eine Vielzahl weiterer Personen und Gruppen angesiedelt, welche die stimmige Atmosphäre der Räume für ihre Arbeit entdeckt haben:

  • Angebote für Musik und Tanz, für Stimme und Feldenkrais oder Körperorientierte Rhythmusarbeit.
  • Bewegungsschulung, Yogaunterricht, Tai-Chi Kurse, Therapie-Wochenenden, Familienstellen, Atemseminare.
  • Lesungen mit Musik, Märchenabende mit musikalischer Ausgestaltung, kleine Theateraufführungen.
  • Kunstausstellungen mit musikalischer Umrahmung, Diavorträge.
  • Veranstaltungen von gemeinnützigen Vereinen; z.B. Amnesty International, Frauen und Kinder in Not e.V..


"Die Kapelle" ist privat organisiert, es gibt keinen Träger, keine öffentliche Zuschüsse.
Es gibt keine Angestellten, keine hierarchische Personalstruktur o.ä..
Die Räume stehen allen Interessierten mietweise zur Verfügung.
Alle Aktiven sind für ihre eigenen Veranstaltungen selbst verantwortlich und der jeweils direkte Ansprechpartner bezüglich Kursinhalten, Anmeldung oder Honoraren.



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